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17.02.2012
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Kunst – sichtbar und hörbar machen

Machen Kunst sichtbar und hörbar - hörgeschädigte und gut hörende Schüler aus Hannover arbeiten gemeinsam beim Inklusionsprojekt. Foto: Cochlear
Machen Kunst sichtbar und hörbar - hörgeschädigte und gut hörende Schüler aus Hannover arbeiten gemeinsam beim Inklusionsprojekt. Foto: Cochlear

Cochlear initiiert Inklusionsprojekt mit hörgeschädigten und gut hörenden Schülern in Hannover.

In einem gemeinsamen Projekt von hörgeschädigten und gut hörenden Schülern werden in den nächsten Monaten Kunstwerke entstehen, die sichtbar und hörbar sind. Die 16 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchen die Haupt- und Realschule „Ludwig Windthorst“ sowie die benachbarte „Hartwig-Claußen-Schule“ – regional einziges Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Hören. Das Kunst-Projekt ist ein Beitrag zum aktuellen Thema Inklusion. Initiiert wurde das Projekt von der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG, einem Hersteller für implantierbare Hörlösungen mit Sitz in Hannover.

Benachbarte Schulen wollen "den Zaun einreißen"

„In einem gemeinsamen Projekt von Allgemein- und Förderschule wollen wir Kunstwerke schaffen, die sowohl sichtbar als auch hörbar sind“, so Paul Wilde, Kunstlehrer und Projekt-Koordinator an der Hartwig-Claußen-Schule. „Wir wollen, dass sich hörgeschädigte und gut hörende Schüler durch die künstlerische Zusammenarbeit kennen lernen, sich auf neue Art begegnen.“ – „Obwohl sich unsere Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft zu einander befinden, gab es bisher keinen Kontakt zwischen den Kindern beider Einrichtungen“, ergänzt Wildes Fachkollegin Anja Helmbold von der Ludwig-Windthorst-Schule. „Das hat sich durch die Initiative von Cochlear geändert. Mit unserem Projekt wollen wir Grenzen überwinden, in der kreativen Auseinandersetzung eine gemeinsame Sprache finden und sprichwörtlich den Zaun einreißen.“

Arbeit in Projektgruppen
Das Kunstprojekt trägt den Titel „Kunst sichtbar und hörbar machen“. Entstehen sollen insbesondere zwei große Schnecken-Bilder, die nicht nur farblich gestaltet werden, sondern durch verschieden integrierte Materialien auch vielfältige Klänge erzeugen. In zwei Projektgruppen arbeiten hörgeschädigte und gut hörende Schüler zusammen an jeweils einem Bild. Unterstützt werden die Schüler bei ihrer Arbeit durch die Mitarbeiter der Firma Cochlear.

„Seit über 30 Jahren helfen wir hörgeschädigten Menschen jeden Alters mit unseren Produkten, die dort ansetzen, wo Hörgeräte nicht mehr ausreichen, um Sprache zu verstehen“, so Thomas Topp, Leiter der Cochlear Deutschland GmbH & Co. KG. „Dabei ist es uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter immer wieder in direkten Kontakt mit hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen kommen und so deren Wünsche, Ansichten und Bedürfnisse kennen und verstehen lernen.“

Klingende Schnecken-Bilder symbolisieren die menschliche Hörschnecke

Die klingenden Schnecken-Bilder versinnbildlichen die menschliche Hörschnecke, die so genannte Cochlea, über die akustische Reize an das Gehirn weitergeleitet werden. Künstlerische Vorbilder, an denen sich die Schüler bei ihrer Arbeit orientieren wollen, sind beispielsweise die großformatigen, rotierenden Gemälde von Sonja und Robert Delauny. „Wir alle sind schon sehr gespannt auf die entstehenden Kunstwerke – und auf die gemeinsamen Erlebnisse, die die Schüler in der Projekt-Werkstatt haben werden“, so Joachim Budke, Schulleiter der Hartwig-Claußen-Schule. „Der Gedanke der Inklusion beschäftigt uns als Förderschule Hören natürlich tagtäglich. Deswegen freuen wir uns, dass die Kommunikation zwischen unseren Schulen durch dieses Projekt entfacht wurde.“

Öffentliche Präsentation
Fertiggestellt werden die Kunstwerke an zwei Projekttagen, dem 22. und 23. März 2012, kurz vor den Osterferien. Nach Abschluss des Projektes werden die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

red