Brauche ich überhaupt ein Hörgerät?
Ob sie tatsächlich ein Hörgerät oder eine andere Hörhilfe benötigen, lässt sich mit einem Hörtest leicht abklären. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Hörgeräte-Akustiker bieten einen solchen Hörtest meist kostenlos an. Am sogenannten Audiogramm kann der Arzt oder Akustiker einen möglichen Hörschaden an Ihrem Ohr innerhalb weniger Minuten diagnostizieren. Zeigt das Ton-Audiogramm eine Auffälligkeit, wird der Arzt oder Akustiker ein Sprach-Audiogramm erstellen. Dies zeigt an, wie gut Sie Sprache bei einem Pegel von 65 Dezibel (dB) verstehen.
Die gesetzlichen Krankenkassen orientieren sich bei der Übernahme von Kosten für ein Hörgerät an eben diesen Werten aus dem Audiogramm. Liegt ihr Sprachverstehen bei 65 dB unter 80 Prozent und im Ton-Audiogramm bei 3kHz schlechter als 30dB, dann haben Sie Anspruch auf ein Hörgerät.
Kein Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Akustiker wird Sie jedoch auf diese Werte festnageln, wenn Sie oder Ihr Umfeld eine Schwerhörigkeit bemerken und sich durch das Tragen eines Hörgerätes eine Verbesserung Ihrer Situation nachweisen lässt. In einem solchen Fall wird in der Regel immer eine Hörgeräte-Anprobe angestrebt.
Die meisten Akustiker bieten ein kostenloses Probetragen von verschiedenen Hörsystemen an. Dieses Angebot sollten Sie auch unbedingt in Anspruch nehmen. Das Einzige was sie zum Ausprobieren benötigen, ist etwas Zeit und Geduld.













